Jahresbericht für die GV vom 29. September 2007 im Turu in Gondo

 

Unser Verein zählt um die 250 Mitglieder und wir verzeichnen jährlich eine stattliche Zunahme. Dies freut den Vorstand und motiviert ihn seine Aufgaben im Rahmen der Statuten - im Vordergrund steht die Zweckbestimmung im Artikel 2 - wahrzunehmen und umzusetzen. 

 

Sitzungen: Im Verlaufe des vergangenen Jahres hat sich der Vorstand sechs Mal in Voll- oder Teilbesetzung getroffen. Unsere Kulturvereinigung ist aber ganzjährig aktiv. Im Winter ist die Kollegin Imelda in Simplon Dorf  sehr präsent und lässt, durch die Organisation von kulturellen Anlässen wie Lismu, Läsu, Lose, Rällu, kulturelle Bräuche aufleben. Im vergangenen Winter hat z.B. ein junger Autor, Yves Zurwerra seine Krimis zum Besten gegeben. So gebührt Imelda ein Dank für ihr grosses Engagement. 

 

Treffen mit italienisch sprechenden Mitgliedern: Der Vorstand hat es als notwendig erachtet, sich einmal mit den italienischen Mitgliedern zu treffen, um so einen vertieften Gedankenaustausch pflegen zu dürfen. So haben wir uns im April hier im Turu mit einer Delegation getroffen und einen freundschaftlichen, kulturellen Kontakt aufbauen können.  Der Erfolg war uns beschieden. Nebst einem sehr erfreulichen und wertvollen Dialog, haben wir gleichzeitig mehrere Neumitglieder gewinnen können. 

 

Waldwanderung: Ende Juni haben wir eine neue Idee umgesetzt und unseren Mitgliedern eine Waldwanderung angeboten. Gegen 80 Mitglieder (auch einzelne Nichtmitglieder) haben daran teilgenommen. Wir hatten den Eindruck und bekamen auch Feedbacks, dass die Erwartungen erfüllt wurden. Clarissa Zurwerra, Dozentin und Geographien,  Ferdinand  Pfammatter, Förster und Josef Theler, Wildhüter verstanden es, die Teilnehmer/Innen mit interessanten Themen über den Wald und das Wild zu begeistern. Eine feine Minestra, zubereitet von Klara und Oswald Jordan, rundete die gemütliche Begegnung ab.

 

Erhaltung und Pflege der Landschaft: In der Zweckbestimmung unseres Vereins wird auch die Erhaltung und Pflege der Landschaft aufgeführt. Wanderwege sind heute im Trend und werden häufig begannen. Der beliebte Stockalperweg bildet die Nabelschnur in der Simplonregion. Im Simplongebiet kann man aber auch abseits der Hauptroute viel Schönes entdecken. Renovierte Bauten auf Maiensäsen, mit Viehherden besetzte Alpen, einmalige Beobachtungen von Wild, Blumen und Pflanzen usw. bieten einzigartige Wandererlebnisse. Doch auch diese Gebiete sollte man gut erreichen können. Eine Verbesserung hat sich z.B. für den Wanderweg von den  Chluismattu, über Schweiffini, Schtelli, Chnubla zurück nach Egga aufgedrängt. Auf Anregung von Klaus Arnold wurde der Weg in dä  Chnublu von der Forstequipe bequem begehbar angelegt. Auch jener auf Alpjen ist mit Hilfe von Lagerteilnehmern unter der Führung der Forstequipe instand gestellt und teilweise neu angelegt worden. Unsere Kulturvereinigung kann natürlich solche Wanderwege nicht mitfinanzieren, zeigt sich aber ab und zu mit einer kleinen Geste, wie beispielsweise mit einem Zvieri an die Arbeiter der Forstequipe anerkenntlich. Beim Verkehrsverein, bei welchem Peter Gerold die Wegverbesserungen koordiniert, stossen unsere Anregungen auf Gehör und Interesse. Wir danken Peter Gerold für sein Verständnis.

 

Inventareinrichtung: Im Moment sind wir im Begriffe im Schulhaus in Simplon-Dorf einen Schrank anfertigen zu lassen. In diesem wollen wir unsere Akten, Sammlungen von Büchern, CD, geschichtliche Unterlagen, Geschäftsakten usw. aufbewahren können. Wir haben beispielsweise bereits einige interessante, geschichtliche Bücher auch aus dem Ossola. Auch Werke, die wir begleiten durften, wie das Buch „Mein Zwischbergen und jenes über die Orts- und Flurnamen, sollen uns erhalten bleiben. Ebenso die kartographische Inventarisierung der Verkehrswege im Oberwallis, die wir über Professor Klaus Aerni  beim Bundesamt beschafft haben, wird darin Aufnahme finden.

 

Schlussbemerkung:  Ihr dürft also feststellen, dass die Kulturvereinigung eine wertvolle, kulturelle Bereicherung für unsere Region darstellt und dass wir mit euch bestrebt sind, immer wieder nützliche Werke zu fördern, zu begleiten oder gar in die Wege zu leiten.

 

Ried-Brig, im September 2007                        Der Präsident: Josef Zumkemi